Projekt SchülerInnenrezensionen:
Schüler und Schülerinnen des Wiedner Gymnasiums schreiben Rezensionen

 

Rezensionen:

Strazulla, Dardamen - Gefährten der Finsternis. Vorgestellt von: Laura Demol.
Hiaasen, Panther. Vorgestellt von: Simon Stastny.
Barron, Das Geheimnis der Halami. Vorgestellt von: Simon Stastny.
Boie, Seeräuber-Moses. Vorgestellt von: Alma Stastny.
Baccalario/D'Alò/Kaboré, Stadt aus Sand. Vorgestellt von: Simon Stastny.
Abrahams, Hinter dem Vorhang. Vorgestellt von: Simon Stastny.

 

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Chiara Strazulla: Dardamen - Gefährten der Finsternis.
cbj, 2009, 800 Seiten
Lesealter: ab 12
20,60 €

Vorgestellt von:
Laura Demol


 
In dem Buch geht es um eine Welt in der Sterbliche, die ungefähr so sind wie wir Menschen; Ewige, die nur durch ein Schwert sterben können; Zentauren, Amazonen und noch viele andere Völker leben. Zu Beginn herrscht noch überall Frieden doch dann erscheint die Finsternis und erschafft gewalttätige Kreaturen und erweckt in anderen Gefühle wie Hass und Neid. Schon dreimal sind die Finsternis und ihr Gefolge gegen die „Guten“ in den Krieg gezogen und dreimal haben sie verloren. Doch diesmal ist alles anders. Die Truppen der Finsternis sind so zahlreich wie nie zuvor, die meisten Verbündeten der Ewigen haben die Seiten gewechselt und zu allem Übel wird auch noch das einzige Kind des Königs, Eileen, von jemandem, der sich „Herr der Finsternis“ nennt, entführt. Doch es gibt immer noch Hoffnung. Denn trotz aller Widrigkeiten macht sich eine Gruppe junger Ewiger unter der Führung von Lyannen, einem Halbsterblichen, auf den Weg um Eileen zu retten. Vor ihnen liegen viele Gefahren doch Lyannens Liebe zu Eileen und das Gefühl dass sie dazu bestimmt sind, treibt sie voran und alle Hoffnungen des Reiches ruhen auf ihnen.
 
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen obwohl es auf den ersten Eindruck nicht so toll gewirkt hat. Es ist sehr fantasievoll und spannend geschrieben und auf jeden Fall lesenswert!

 

 

Carl Hiaasen: Panther.
Beltz & Gelberg, 2009, 380 Seiten
Lesealter: ab 12
17,50 €

Vorgestellt von:
Simon Stastny


 
Im Biounterricht gibt es Ärger. Zwischen der unangenehmen Lehrerin Mrs. Stark und dem mindestens ebenso unangenehmen Schüler “Smoke“. Am nächsten Tag erscheint dieser nicht zu dem Ausflug in die Schwarzrankensümpfe, Heimat der stark bedrohten Floridapanther. Stattdessen erscheint ein Buschfeuer, das sowohl die Klasse, als auch einen der berühmten Panther verscheucht. Nick, der sich brennend für diese Tiere interessiert, hat ihn sogar gefilmt. Einige Dinge bereiten ihm jedoch Kopfschmerzen: Mrs. Stark ist seit dem Feuer verschwunden. Der vermeintliche Panther trägt einen Gürtel. Und Nicks Vater ist noch immer nicht aus dem Irakkrieg zurück.
 
Den Anfang meiner Kritik möchte ich dem Umschlag widmen. Der ist angenehm einfach gestaltet, mit einer schönen, orange-roten Farbkombination, wirkt so als wären die einzelnen Teile aus verschiedenem Papier ausgeschnitten, und entbehrt alles unnötigen Firlefanzes. Die Geschichte ist keine von jenen, bei denen man sich die Finger wund kaut und wo in letzter Sekunde alles und jeder gerettet werden muss. Spannend ist sie trotzdem, außerdem witzig und interessant. Gefallen haben mir die Protagonisten mit ihren oft schrulligen Eigenheiten. Ebenso gefallen hat mir der unterschwellige, kritische Ton, den Carl Hiaasen verwendet. Ganz sachte thematisiert er Stereotype und Klischeebilder, Umweltverschmutzung und den Irakkrieg. Positiv überrascht wurde ich durch die Verhaltensweise der Charaktere, die anders handeln, als man es von vielen Büchern gewöhnt ist. Trotz all des Rundherums bleibt das Buch für mich ein Krimi, wenn auch nicht so auf den Fall konzentriert wie andere. Zusammenfassung: Gutes Buch, interessant und witzig, Hochspannung ist nicht zu befürchten. Für Jugendliche und Erwachsene.
 

 

 

Thomas A. Barron: Das Geheimnis der Halami.
Deutscher Taschenbuch Verlag, 2003, 424 Seiten
Lesealter: ab 12
11,90 €

Vorgestellt von:
Simon Stastny


 
Reinen Herzens, speergübt
Such den Wald, den Angst umgibt.
Durchs versteckte Todestor
Und den Steinkreis dicht davor
Zu den himmelhohen Bäumen
Wo nachts gute Geister träumen
Sei dort wenn der Tag anbricht,
Deinen Weg zeigt dir das Licht.

Legende der Halami
 

Blade in Oregon war einst Heimat der Natur, Heimat von tief verwurzelten Bäumen und wundersamen Tierwesen. Das scheint Vergangenheit zu sein, denn nun ist es eine Stadt voller Holzfäller. In dieser Stadt soll Kate einige Zeit bleiben, bei ihrer Großtante Melanie. Kates Großtante ist Spezialistin in Sachen des sagenumwobenen Urvolks der Halami, außerdem hat sie eine Schwäche für Gewürztee und Pfefferminzbonbons Nun macht eines Tages ein Forscher eine riesige Entdeckung: in der Nähe von Blade, hinter den steilen Wänden eines Kraters, der jahrhundertelang mit Nebel bedeckt war, liegt ein Wald aus gigantischen Reedwoodbäumen. Allerdings hat er dabei die unzähligen Kultstätten der Halami übersehen. Kate und Melanie machen sich auf, um den Krater vor den Holzfällern zu schützen und Kate wird dabei in Dinge verstrickt, die Menschen aus unserer Zeit unglaublich erscheinen.
 
T. A. Barron ist Meister eines lyrischen Erzählstils. Mit seinen merkwürdigen, lustigen und schönen Fantasiegestalten zieht er den Leser sanft in eine andere Welt. Auch bei diesem Buch handelt es sich mehr oder weniger um eine Liebeserklärung an die Natur, und wie sie einmal war. Vielleicht kommt Barron nicht ganz so sehr ins Fabulieren wie bei seinen anderen Büchern, vielleicht liegt das daran, dass das Buch mit einem Bein in der Realität steht. Auch steht hier die Handlung eindeutig im Vordergrund - und mit ihr Kate, die Softballspielerin, und ihre sympathische “Tante” Melanie. Auf jeden Fall ist Das Geheimnis der Halami ein lesenswertes Buch, es darf sogar schon von etwas Jüngeren gelesen werden.
 

 

 

Kirsten Boie: Seeräuber-Moses.
Verlag Friedrich Oetinger, 2009, 317 Seiten
Lesealter: ab 6
17,90 €

Vorgestellt von:
Alma Stastny


 
Ein Baby schaukelt plötzlich neben der "Wüsten Walli" eines der gefürchteten Seeräuberschiffe des Ozeans. Die Seeräuber bringen es nicht fertig das kleine Findelkind wieder in die See zu schmeißen. So beschließen sie, sie, obwohl es eine "Dame" ist, zu sich zu nehmen. Liebevoll ziehen sie das Mädchen groß und lehren sie alles, was man auf der See können muss, um nicht als Schnullerlutscher dazustehen. Moses, so heißt unser Findelkind, wird immer größer und will immer mehr mit aufs Land und in Schenken gehen, so wie ihre "Seeräuberpapas". Irgendwann gelingt es ihr auszureißen, aber zu ihrem Pech landet sie bei Olle Holzbein, dem größten Feind der "Wüsten Walli" . Sie wird gekidnappt und soll gefangen genommen bleiben, bis die "Wüste Walli" das Lösegeld liefert. Aber erstaunlicherweise findet sie auf dem Schiff des Olle Holzbein einen Freund. Gemeinsam nehmen sie Reißaus und erleben mehr als sie überhaupt wollen ...
 
Seeräuber- Moses ist eine nette Geschichte, dazu kommen die Bilder, die es ermöglichen, sie sich besser vorzustellen. Kirsten Boie teilt das Buch in 4 Teile. Allerdings schreibt sie im ersten Teil mehr als unnötige Sätze, so kommt man nicht in einen "Lesefluss". Man darf sich also nicht davon abschrecken lassen. Im Nachhinein ist es eine gute Geschichte.
 
Kirsten Boie beschreibt das Seeräuberleben in einer kinderlustigen Art. Sie lässt keine blutigen oder gar grauslichen Sachen geschehen, sie sucht "Kinderwörter", um es geschickt, nett zu beschreiben. Dazu gibt es hinten ein seeräuberisches Wörterbuch, weil sie manchmal fremde Wörter schreibt die ihr Leser wahrscheinlich nicht kennt. Das Buch zeigt mal wieder, auf welche Ideen Erwachsene oder auch Kinder kommen, wie schlau und ideenreich sie sind.
 
Nichtsdestotrotz: ich kann es weiterempfehlen!

 

 

Pierdomenico Baccalario, Enzo D'Alò, Gaston Kaboré: Stadt aus Sand.
Fischer, 2010, 455 Seiten
Lesealter: ab 12
17,40 €

Vorgestellt von:
Simon Stastny


 
Rokia lebt in Afrika, in einem kleinen Dorf in der Nähe der Wüste. Ihre Welt ist nicht nur voller nichtsnutziger Brüder - vier an der Zahl - sondern auch voller Magie. Diese wird von ihrem Großvater Matuké, dem Griot, dem Geschichtensänger erschaffen, der mit seiner Stimme wunderbare Fantasiegestalten entstehen lässt. Doch auch ein anderer nutzt die magischen Worte für seine Zwecke: der Fürst der Stadt aus Sand. Bisher konnte der Geschichtensänger das Dorf vor dessen schrecklicher Macht gemeinsam mit seinem Bruder, dem Dorfpriester, schützen. Als dem Fürsten aber gelingt, Matuké ausfindig zu machen, raubt er ihm das, was allen Menschen am teuersten ist: seine Seele.
So macht sich Rokia auf den Weg, um die gestohlene Seele zurückzuholen, auf den Weg zur Stadt aus Sand und ihrem Fürsten, dessen Namen niemand wagt auszusprechen. - Und in ihr steckt mehr Kraft, als sie denkt: die Kraft ihrer Stimme.
 
Die drei Autoren haben aus der Filmidee von Enzo D`Alò ein Märchen gemacht - nach afrikanischem Vorbild. Es geht dabei um die Ameisen, die sich ihren Weg durch den Sand bahnen und die kleinen Fenneks mit den großen Ohren. Die Häufigkeit, mit der die verschiedenen Orte oder Speisen mit afrikanischen Wörtern benannt werden, erinnert an Karl May`s Orientromane. Doch Erzählungen aus dem Alltagsleben von Rokia und den anderen Dorfbewohnern verhindern zwar, das die Geschichte zum Kitsch mutiert, allerdings strecken sie sie dabei ein wenig in die Länge. Auch die Bezüge zur wirklichen Welt erscheinen nicht ganz realistisch. Erfreuen kann man sich jedenfalls der Lieder und Geschichten, die Rokias Großvater zum besten gibt, und die Weisheiten, die er Rokia lehrt, animieren zum Nachdenken.
 
Resumee:
Ein schönes Märchen, an dem viele Kinder und auch einige Erwachsene großen Gefallen finden werden.

 

Peter Abrahams: Hinter dem Vorhang. Ein Krimi aus Echo Falls.
Bloomsbury, 2008, 336 Seiten
Lesealter: ab 12
17,40 €

Vorgestellt von:
Simon Stastny


 
Es ist ruhig geworden in Echo Falls, und uninteressant. Statt einen Fall zu lösen, muss sich Ingrid nun mit Dingen wie Algebra 2 und dem Mathe-Fest herumschlagen. Erst nach und nach bemerkt sie, dass nicht alles in gewohnten Bahnen verläuft. Ihr Vater hat Probleme mit dem Job. Chloe Ferrand, das mit dem schönsten Lächeln und dem größten Wohlstand begüterte Mädchen von ganz Echo Falls, lädt Ingrid zum Schwimmen im Pool ein. Und Ty, Ingrids Bruder, scheint nicht nur immer stärker, sondern auch immer brutaler zu werden.
Als Ingrid weiterforscht, wird ihr bewusst, dass mehr hinter alldem steckt...
 
Peter Abrahams hat mit diesem Buch eindeutig einen hundertprozentigen Treffer gelandet. Geschickt beschreibt er das Leben und Treiben in der amerikanischen Stadt Echo Falls, nicht nur der Fall macht dieses Buch interessant. Auch punktet er mit Realismus und der Reichhaltigkeit an Details. Er geht auf jeden Charakter ein, und verknüpft dann alles zu einem großen Ganzen. Seine Geschichte hält sich mühelos auch ohne unnötige Dramatik über Wasser. Vor allem zu der Hauptperson fühlt sich der Leser hingezogen. Ingrid könnte ein ganz normaler Mensch sein, vielleicht etwas eigenwillig und mit scharfem Verstand. Sie liebt Rot, spielt in einem Verein Fußball, und hat einen Hund, Nigel, der merkwürdigerweise dümmer als der dümmste Hund der Welt ist. Ihr Bruder Ty spielt Football bei den Red Raiders, ihr Vater ist Vizekanzler bei der Ferrand Gruppe und ihre Mutter Immobilienmaklerin. Ihre beiden Freundinnen, Stacy und Mia gehen ebenfalls in ihre Schule. Außerdem wäre da noch Joey Strade, der Sohn des Polizeichef. Eigentlich haben sie sich schon zweimal geküsst, auch wenn es nur eine Nebensächlichkeit ist, findet Ingrid.
 
Letzten Endes ist dieses Buch nur zu empfehlen, kaum jemand wird sich dem Reiz Echo Falls´ und seiner Bewohner entziehen können. Sowohl Kinder als auch Erwachsene werden in “Hinter dem Vorhang” einen hervorragenden Krimi finden, der der Sherlock Holmes-Reihe mindestens ebenbürtig ist. Ebenfalls zu erwähnen ist “Was geschah in Echo Falls”, der vielgelobte Vorgänger des Buches.

 

 

Zum Projekt SchülerInnenrezensionen

 

Seit mehreren Jahren gehört das Wiedner Gymnasium (www.wiednergymnasium.at) zu unseren Stammkunden. Nach gelungenen Buchausstellungen, Lesungen und Ausflügen in die Buchhandlung ist nun eine neue Idee gereift: Auf freiwilliger Basis verfassen SchülerInnen der 1. bis 6. Klasse Rezensionen zu ausgewählten Neuerscheinungen, die hier veröffentlicht werden.
 
Eine Schule mit Herz und Hirn. Für Schüler mit Hirn und Herz.
Das Wiedner Gymnasium hat sich der Begabungsförderung verschrieben und ist besonders seit der Gründung der „Sir Karl Popper Schule“, die Teil dieses Gymnasiums ist, vielen ein Begriff. Seit 1995 gibt es auch in der Unterstufe den Schwerpunkt Begabungsförderung. Neben Akzeleration (Drehtürmodell), Individualisierung und Enrichment ist auch die Infrastruktur in der Schule ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Die Schulbibliothek, eine der größten in Wien, wird für Gruppenarbeit, Recherche und als ruhiger Rückzugsort gerne und vielfältig genützt. Auch die Fäden dieses gemeinsamen Projekts sollen in der Schulbibliothek des Wiedner Gymnasiums zusammenlaufen, wo der Kontakt zwischen Buchhandlung und RezensentInnen hergestellt wird.
 

 

 

RezensentInnen


 


 
"Ich, Simon Stastny, bin 14 Jahre alt und lebe mit meinen Eltern und meiner Schwester in Wien. Ich besuche das Wiedner Gymnasium und schreibe Rezensionen, in der Hoffnung den einen oder anderen für die Wunder der Literatur begeistern zu können. Meine Steckenpferde: Fußbällen hinterherjagen und auf meiner Geige kratzen." "Ich, Alma Stastny, bin 10 Jahre alt, wurde in Wien geboren und wohne im 4. Bezirk. Ich gehe am Wiedner Gymnasium zur Schule. Ich habe einen großen Bruder der ebenfalls wie ich Rezensionen für Kunterbuch schreibt. Eine kleine Schildkröte gehört seit 2 Jahren auch zu meiner Familie. Wenn ich nicht gerade für die Schule lerne oder am Klavier spiele besuche ich Freunde, zeichne oder schreibe selber Geschichten."

 
Laura Demol, 4c
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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